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Osteologie

Die Osteologie ist die Lehre von den Knochen und dem Skelettsystem (gr. osteon: Knochen und logos: Wort).

Obwohl der Knochen einen statischen Eindruck macht, stellt er ein sehr plastisches Gewebe dar. Das menschliche Skelettsystem wird in ca. 10 Jahren komplett regeneriert, d.h. abgebaut durch die Aktivität der knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten) und parallel dazu wieder aufgebaut durch die Aktivität der knochenaufbauenden Zellen (Osteoblasten).

Auf- und Abbau von Knochengewebe wird reguliert durch eine Vielzahl von Botenstoffen und Hormonen, von denen Parathormon, Vitamin D-Hormon, Schilddrüsenhormon, die Sexualhormone Testosteron und Östradiol, sowie Cortison die wichtigsten Vertreter darstellen.

Viele internistische Erkrankungen beeinflussen direkt oder indirekt den Knochenstoffwechsel. Besonders wichtig für die Rheumatologie ist, dass auch Entzündungsmediatoren den Knochenstoffwechsel negativ beeinflussen. Dieses erklärt das deutlich erhöhte Osteoporose-Risiko bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.

Die häufigste osteologische Erkrankung ist die Osteoporose, der Knochenschwund. Eine Osteoporose ist das Resultat einer gehemmten Knochenneubildung und/oder eines gesteigerten Knochenabbaues. Sexualhormone wirken vor allem osteoanabol, d.h. knochenaufbauend. Aus diesem Grunde sind Frauen vor der Menopause relativ geschützt vor einer Osteoporose. Durch das Versiegen der ovariellen Östrogenproduktion findet sich nach der Menopause oft ein rascher Knochenabbau, der sich auch laborchemisch, durch das Erscheinen von Knochenabbauprodukten im Urin, darstellen lässt.

Durch den schnellen Erkenntniszuwachs in den letzten Jahrzehnten haben sich deutlich verbesserte Therapiemöglichkeiten vieler Knochenerkrankungen ergeben.